Jetzt die Segelsaison 2026 planen:
Warum sich frühes Buchen lohnt und wie Sie unseriöse Anbieter erkennen
Die Charterbuchungen für die Saison 2026 sind gestartet – und viele Seglerinnen und Segler fragen sich: Früh buchen oder auf Last Minute hoffen? Gleichzeitig kursieren in der Fachpresse zahlreiche Berichte über unseriöse Anbieter. Ein Thema, das die Branche bewegt und Verunsicherung schafft.
Wir haben nachgefragt, bei Christian Zaloudek, Präsident der Vereinigung Deutscher Yacht-Charterunternehmen (VDC) und Geschäftsführer von Sarres-Schockemöhle Yachting GmbH
Christian Zaloudek
„Früh buchen oder warten?“
SEGEL JOURNAL: Christian, viele Urlauber fragen sich jedes Jahr aufs Neue: Lohnt es sich wirklich, früh zu buchen?
Christian Zaloudek: Auf jeden Fall. Viele unserer langjährigen Partner bieten zurzeit attraktive Frühbucherrabatte zwischen 5 und 20 Prozent an – meistens bis Ende Januar. Wer früh dran ist, sichert sich nicht nur bessere Preise, sondern auch einige weitere Vorteile.
SEGEL JOURNAL: Welche Vorteile sind das konkret?
Christian: Zum einen profitieren Frühbucher von deutlich günstigeren Konditionen. Dazu kommt, dass die Auswahl an beliebten und hochwertig ausgestatteten Yachten zu Saisonbeginn einfach am größten ist. Auch bei der Revierwahl hat man dann freie Hand. Und nicht zuletzt sind die Flugpreise zu diesem Zeitpunkt meist noch deutlich niedriger, weil viele Verbindungen noch nicht ausgelastet sind.
SEGEL JOURNAL: Und was ist mit Last-Minute-Angeboten? Können die nicht manchmal attraktiver sein?
Christian: Ja, das kann vorkommen – wenn man flexibel ist. Last Minute gibt es gelegentlich hohe Rabatte. Allerdings gehen diese Schnäppchen fast immer mit Einschränkungen einher: Die Auswahl an Yachten und Revieren ist stark begrenzt, und die Flugkosten fallen oft wesentlich höher aus, weil man kurzfristig buchen muss.
SEGEL JOURNAL: Wie lautet also Deine Empfehlung?
Christian: Ganz klar: Früh buchen zahlt sich in den meisten Fällen aus. Man spart nicht nur Geld, sondern kann die Reise viel entspannter planen und genau nach den eigenen Vorstellungen gestalten.
„Sicherheit, Transparenz und Vertrauen – das ist unser Anspruch“
SEGEL JOURNAL: Ihr seid Mitglied in mehreren Branchenverbänden. Welche Rolle spielen diese Netzwerke für Eure Arbeit?
Christian Zaloudek: Eine sehr große. Als Mitglied der Vereinigung Deutscher Yacht-Charterunternehmen (VDC) und des Verbands Maritimer Wirtschaft Deutschland (VMWD) sind wir eng in die Branche eingebunden. Das ermöglicht uns einen kontinuierlichen Austausch über Qualitätsstandards, Markttrends und Entwicklungen im Charterbereich.
SEGEL JOURNAL: Eure Charter-Agentur ist zudem zertifiziert.
Was bedeutet das konkret?
Christian: Wir werden regelmäßig von der Yacht-Pool Versicherung geprüft und sind als Checked & Trusted Charteragentur zertifiziert. Das ist ein wichtiges Qualitätsmerkmal, denn es zeigt unseren Kunden, dass wir zuverlässig, transparent und sicher arbeiten. Wir beobachten den Markt sehr genau und prüfen alle Partner, Flotten und Stützpunkte sorgfältig. Wenn wir Unregelmäßigkeiten feststellen, greifen wir ein – immer mit dem Ziel, die bestmögliche Qualität und damit zufriedene Kunden zu sichern.
SEGEL JOURNAL: Was dürfen Kunden von Euch erwarten?
Christian: Erfahrung, Kompetenz und echte Leidenschaft fürs Segeln. Wir begleiten unsere Kundinnen und Kunden vom ersten Kontakt an persönlich und verlässlich. Dieses Versprechen nehmen wir sehr ernst.
Vertrauen Sie auf seriöse Anbieter: Transparenz, Qualität und Sicherheit in der Charterbranche
Die Vereinigung Deutscher Yacht-Charterunternehmen e.V. (VDC) ist ein Zusammenschluss führender Charteragenturen und Charteranbieter. Seit ihrer Gründung 1999 hat sie sich zur größten deutschen Institution ihrer Art entwickelt. Ihr zentrales Anliegen: die Qualitätsstandards und Serviceinteressen ihrer Mitglieder und deren Chartergäste zuverlässig zu sichern.
Als neutrale Schiedsstelle fungiert die VDC-Geschäftsstelle dabei als erste Anlaufstelle für sämtliche Anliegen der angeschlossenen Unternehmen. Auf rechtlicher Ebene wird die Vereinigung zudem vom Verband Maritime Wirtschaft (VMWD) unterstützt.
Empfehlungen für eine reibungslose Charterreise
Ein Kernanliegen der VDC ist die kontinuierliche Verbesserung von Qualitäts- und Sicherheitsstandards im Yachtcharter. Um Transparenz und Klarheit in der Abwicklung von Charterreisen zu gewährleisten, haben die Mitgliedsunternehmen eigene Richtlinien entwickelt.
Diese dienen einerseits als Selbstverpflichtung der VDC-Mitglieder, bieten aber auch anderen Charterbetrieben Orientierungshilfen. Für Kundinnen und Kunden sind sie zugleich ein wertvoller Leitfaden für eine sichere und gut organisierte Reise.
Der VDC ist auf der boot Düsseldorf in Halle 7/G08
Und wer Christian persönlich treffen möchte, besucht ihn in Halle 13/B10
Kroatien – Griechenland – Italien:
Die Reviertipps für 2026
Kroatien Teil 1: Mitteldalmatien – Vielfalt zwischen Inselwelt und Küstencharme
Die Region Mitteldalmatien zählt zu den beliebtesten Segelrevieren Kroatiens. Geschützt durch eine faszinierende Inselwelt und geprägt von mediterranem Flair, bietet sie ideale Bedingungen für Einsteiger wie erfahrene Skipper. Zwischen historischen Küstenstädten, kristallklarem Wasser und abwechslungsreichen Navigationsmöglichkeiten findet jeder die passende Route.
Biograd – Die „weiße Stadt am Meer“
Der charmante Hafenort Biograd na Moru ist ein besonders reizvoller Ausgangspunkt für Törns in Mitteldalmatien. Die Stadt verdankt ihren Beinamen „weiße Stadt am Meer“ ihren strahlend hellen Fassaden und der lebendigen, maritimen Atmosphäre.
Altstadt & Kulinarik
Die Altstadt mit ihrer palmenbestandenen Hafenpromenade lädt zum entspannten Bummeln ein. Zahlreiche authentische dalmatinische Restaurants bieten fangfrischen Fisch, regionale Spezialitäten und den für die Region typischen kräftigen Wein.
Strände & Natur
Biograd ist bekannt für seine schönen Kiesstrände, türkisfarbenen Badebuchten und die üppig bewachsene Küstenlandschaft. Das klare Wasser und die gepflegten Strände machen den Ort auch für Familien und Badeurlauber attraktiv.
Tipps für den Landgang
Gerade Aktivurlauber finden in der Umgebung vielfältige Ausflugsmöglichkeiten: Radwege, Wanderpfade, Nationalparks wie Paklenica oder Krka sowie kulturelle Ausflugsziele in Zadar oder Šibenik bieten Abwechslung und lohnende Landgänge.
Segeln in der Inselwelt von Mitteldalmatien
Das Revier ist geprägt von rund 140 verkarsteten Inseln und Inselchen, die ein Teil des berühmten Kornaten-Archipels sind. Die beste Segelsaison reicht von Ostern bis Mitte Oktober und bietet überwiegend stabile Windverhältnisse sowie sonniges Wetter.
Die Kornaten – Herzstück des Reviers
Die größte und namensgebende Insel ist Kornat, umgeben von einer einzigartigen, fast mondartigen Landschaft. Die Kornaten gelten als Segelparadies: geschützte Ankerplätze, kristallklares Wasser, enge Durchfahrten und beeindruckende Klippen machen das Gebiet zum Highlight jedes Törns.
Kroatien Teil 2: Süddalmatien
Split und die Inselwelt Mitteldalmatiens – Kultur, Natur und kulinarische Entdeckungen
Die dalmatinische Küste zählt zu den faszinierendsten Segelrevieren der Adria. Wer von Split aus startet, taucht ein in eine Region, in der Geschichte, mediterraner Lebensstil und eindrucksvolle Naturlandschaften auf einzigartige Weise verschmelzen.
Split: Antike trifft Mittelmeerflair
Die lebendige Küstenstadt Split ist nicht nur zentraler Ausgangspunkt vieler Törns, sondern auch ein kultureller Höhepunkt. Der monumentale Diokletianpalast, UNESCO-Welterbe und Herz der Altstadt, beeindruckt mit seinen antiken Mauern, verwinkelten Gassen und kleinen Plätzen, die bis heute das Stadtbild prägen. Gleich daneben erhebt sich die Kathedrale des Heiligen Domnius – ein architektonisches Wahrzeichen der Stadt.
Auch Trogir, nur wenige Seemeilen entfernt, zählt zum UNESCO-Welterbe. Die romanisch-gotische Altstadt gilt als eine der schönsten an der Adria und lädt zu einem atmosphärischen Landgang ein.
Inselhüpfen zwischen Hvar, Brač und Vis
Die vorgelagerten Inseln bieten abwechslungsreiche Routen für jeden Geschmack.
- Hvar begeistert mit malerischen Buchten, lebendigen Hafenorten und duftenden Lavendelfeldern im Inselinneren. Die lokalen Weine – allen voran der Hvarer Rotwein – spiegeln das mediterrane Terroir authentisch wider.
- Brač lockt mit seinem berühmten Strand Zlatni Rat, der wie ein goldenes Kap ins Meer ragt. Die Insel ist für ihre ruhige Atmosphäre und regionale Spezialitäten, wie den traditionellen Schafskäse, bekannt.
- Vis gilt als Juwel für Naturliebhaber: abgeschiedene Buchten, kristallklare Gewässer und spektakuläre Naturphänomene wie die Blaue Grotte machen die Insel zu einem besonderen Ziel. In den kleinen Konobas am Hafen genießen Segler fangfrische Meeresküche in entspannter Atmosphäre.
Dubrovnik und die Inseln des südlichen Dalmatiens
Weiter südlich erwartet Segler die beeindruckende Kulisse von Dubrovnik, der „Perle der Adria“. Die imposanten Stadtmauern, die mittelalterliche Altstadt und der Blick über die roten Dächer gehören zu den ikonischsten Bildern Kroatiens. Ein Spaziergang entlang der Mauern oder über den Stradun, die elegante Hauptstraße, ist ein Muss.
Vor der Küste liegen die Inseln Lokrum, Mljet und die Elafiten – ein ideales Revier für kürzere Schläge.
- Lokrum beeindruckt mit botanischer Vielfalt und ruhigen Badebuchten.
- Mljet beherbergt einen Nationalpark, dessen smaragdgrüne Seen und dichte Wälder als Oase der Ruhe gelten.
- Die Elafiten wiederum bieten stille Ankerplätze und kleine Fischerdörfer, die ihren ursprünglichen Charme bewahrt haben.
Wetter
Kroatien bietet abwechslungsreiche Bedingungen
In Kroatien herrscht Kontinentalklima im Norden und Mittelmeerklima an der Adriaküste. Die wärmsten Monate sind der Juli und August mit durchschnittlichen Temperaturen von 30°C und kaum Niederschlag. Im Sommer weht an der Adria tagsüber ein angenehmer Maestralwind.
Die erwärmte und verdünnte Luft der Sahara verstärkt diesen Wind besonders in der Süd-Adria. Nachts weht in der 12-20 Seemeilen breiten Küstenzone eine lokale Brise vom Festland her, der sogenannte „Burin“.
Kulinarische Entdeckungsreise: Kroatiens Küche im Fokus
Wer entlang der kroatischen Adriaküste segelt, entdeckt neben einsamen Buchten und lebendigen Häfen auch eine Küche voller mediterraner Vielfalt. Die täglichen Fänge der Fischer – von Garnelen über Tintenfisch bis zu Muscheln – landen frisch in den Konobas und werden schlicht, aber aromatisch zubereitet.
Auch traditionelle Fleischgerichte gehören fest zur regionalen Küche. Besonders beliebt ist die „Peka“, bei der das Fleisch und das Gemüse langsam unter einer Eisenhaube schmoren. Ebenfalls ein Klassiker: Ćevapčići, würzige Röllchen vom Grill, die gerne mit frischem Brot serviert werden.
Die Weinberge Dalmatiens bieten dazu passende Tropfen: fruchtige Malvazija für Weißweinfreunde oder der kräftige Plavac Mali für Liebhaber charaktervoller Rotweine.
Italien: Toskana & Elba –
Lebensgenuss zwischen Inselwelt und Kulturerbe
Die Toskana gilt als eine der vielseitigsten Regionen Italiens – und das nicht nur an Land. Auch auf dem Wasser bietet sie Seglerinnen und Seglern eine faszinierende Mischung aus mediterraner Natur, geschichtsträchtigen Orten und kulinarischer Lebensfreude. Besonders die Insel Elba, größte und wohl schönste Insel des Toskanischen Archipels, ist ein idealer Ausgangspunkt für Törns durch dieses einzigartige Revier.
Elba: Die Perle des Toskanischen Archipels
Elba begeistert mit einer stark zerklüfteten Küstenlinie, die unzählige Ankerbuchten, kleine Strände und lebendige Häfen beherbergt. Die Landschaft wechselt zwischen felsigen Kaps, duftender Macchia und kristallklarem Wasser – perfekte Bedingungen für entspannte Segeltage.
Doch Elba ist nur eines von mehreren Inseljuwelen. Zum Toskanischen Archipel gehören außerdem Giglio, Giannutri, Montecristo, Capraia, Pianosa und Gorgona. Teile dieser Inselgruppe stehen unter dem Schutz des Nationalparks Toskanischer Archipel, der seltene Seevögel, Fischarten und empfindliche Pflanzenwelt bewahrt. Das mediterrane Klima sorgt von Frühjahr bis Herbst für stabile Bedingungen – ideal zum Segeln, Schwimmen, Tauchen und Schnorcheln.
Ein literarisches Detail am Rande
Die kleine, weitgehend unzugängliche Insel Montecristo wurde durch den Roman „Der Graf von Monte Christo“ von Alexandre Dumas weltberühmt. Auch wenn die Insel heute streng geschützt ist, beflügelt ihr Mythos noch immer die Fantasie vieler Segler.
Wetter & Winde im westlichen Mittelmeer – das Wichtigste für Segler
Die Windverhältnisse im westlichen Mittelmeer sind vielfältig und stark von Thermik, Küstenform und Jahreszeit geprägt. Im Sommer dominieren Nordwest- und Westwinde, dazu kommen lokale Land- und Seewinde. Besonders nachts können thermische Fallwinde aus steilen Küstenbereichen kurzzeitig auf 5–6 Beaufort auffrischen. Ein tagesaktueller Wetterbericht ist daher unerlässlich – in Marinas ebenso wie über Wetter-Apps.
Die wichtigsten regionalen Winde im Überblick
Mistral:
Kräftiger Nordwestwind aus dem Rhônetal, besonders an den Westküsten von Korsika und Sardinien spürbar, oft auch im Tyrrhenischen Meer.
Libeccio:
Südwest- bis Westwind über Korsika und dem Ligurischen Meer. Häufig 5–8 Beaufort, mit Bewölkung und im Herbst kräftigen Regenschauern. Dauer meist 1–4 Tage.
Tramontana:
Kalter Nord- bis Nordostwind, vor allem im Herbst/Winter an Italiens Westküste. Kann Sturmstärke erreichen und Fallböen auslösen. Hält meist 1–2 Tage.
Scirocco:
Warmer, feuchter Südost- bis Südwind aus der Sahara, oft mit rötlichem Sand, tiefer Bewölkung und schlechter Sicht. Dauer 1–3 Tage, gelegentlich stürmisch.
An Land – Kultur, Genuss und italienische Lebensart
Italien bietet Seglerinnen und Seglern weit mehr als traumhafte Küstenlinien. Kaum ein Land verbindet Kultur, Landschaft und Lebensfreude so harmonisch. Ob Kunststädte wie Rom und Venedig, mediterrane Architektur oder geschichtsträchtige Altstädte – wer an Land geht, begegnet überall Zeugnissen einer einzigartigen Vergangenheit.
Auch kulinarisch ist Italien ein Erlebnis: Weltklasse-Weine, charaktervoller Grappa und der unvergleichliche Espresso prägen die Genusskultur. Dazu kommen Klassiker wie Pizza, Pasta oder aromatischer Parmaschinken, die in ihrer Heimat einfach am besten schmecken.
Für Aktivurlauber hält Italien zudem vielfältige Möglichkeiten bereit – von Wandern und Radfahren bis zum Wassersport. Ein Land, das inspiriert, verführt und jeden Landgang zum Erlebnis macht.
Griechenland Saronischer & Argolischer Golf – zwei Favoriten vor den Toren Athens
Nur wenige Seemeilen von Athen entfernt liegen mit dem Saronischen und dem Argolischen Golf zwei der beliebtesten Segelreviere Griechenlands. Beide Gebiete verbinden eindrucksvolle Landschaften, kurze Distanzen und eine Fülle geschichtsträchtiger Orte – ideale Bedingungen für entspannte und zugleich abwechslungsreiche Törns.
Saronischer Golf – Nah, vielseitig und auch für Einsteiger ideal
Der Saronische Golf wird im Norden von Athen und Piräus begrenzt, im Osten vom Kap Sounion und im Süden von der Insel Hydra. Trotz der Nähe zu einer der verkehrsreichsten Häfen des Mittelmeers gilt das Revier als übersichtlich und gut geeignet für Einsteiger – vorausgesetzt, man macht sich mit den lokalen Verkehrsvorschriften vertraut.
Ruhige Gewässer, sichere Ankerplätze und kurze Schläge zwischen den Inseln prägen das Segeln hier. Beliebte Ziele sind Aegina, Poros, Hydra und Spetses – Orte, die mit lebendigen Promenaden, traditionellen Dörfern und mediterraner Gelassenheit begeistern.
Argolischer Golf – Naturkulisse und antikes Erbe
Östlich des Saronischen Golfs öffnet sich der Argolische Golf, ein Revier mit steilen Klippen, geschützten Buchten und moderaten Winden. Für kulturinteressierte Crews lohnt sich ein Abstecher zum antiken Theater von Epidaurus, UNESCO-Welterbe und eines der akustisch beeindruckendsten Bauwerke der Antike. Auch Nafplio, die ehemalige Hauptstadt Griechenlands, mit ihrer venezianischen Altstadt, ist ein Höhepunkt jedes Landgangs.
Beste Segelzeit
Von Frühling bis Herbst herrschen in beiden Revieren warme Temperaturen und verlässliche Winde – perfekte Bedingungen für alle, die Griechenland vom Wasser aus erleben möchten.
Besonderer Tipp: Poros – Einfahrt in ein Binnenmeer
Wer aus Südost nach Poros einläuft, erlebt einen der atmosphärischsten Momente des gesamten Reviers: Steuerbord die aufsteigende Stadt, backbord das Peloponnes-Festland – und dazwischen öffnet sich eine weite, ruhige Bucht, die beinahe an ein Binnenmeer erinnert. Ein traumhafter Anblick, der sich besonders in den Abendstunden tief einprägt.
Wetter in Griechenland – das Wichtigste auf einen Blick
In den Sommermonaten wehen die Winde in den meisten Revieren aus Nordwest bis Nordost. Prägend ist der Meltemi, ein beständiger Nordwind, der ab Juni einsetzt, im Juli und August seine stärkste Phase erreicht und bis Anfang Oktober wieder abflaut. Im Frühjahr und Herbst kann dagegen der Schirokko aus südlichen Richtungen auftreten. Er bringt feuchte Luft, teils kräftige Böen und gelegentlich Gewitter.
Da die griechische Inselwelt das Wetter stark beeinflusst, sind präzise Windvorhersagen oft schwierig – regelmäßige Wetterupdates sind daher unerlässlich.
Kulinarisches aus Griechenland – Zwischen Meeresfang und mediterraner Frische
Wer mit dem Segelboot durch Griechenland reist, begegnet einer Küche, die Tradition, Einfachheit und mediterranen Geschmack auf einzigartige Weise verbindet. Die Basis vieler Gerichte bilden Auberginen, Zucchini, Tomaten, Paprika, dazu reichlich Olivenöl, Knoblauch und aromatische Wildkräuter. Klassiker wie der griechische Bauernsalat oder cremiges Tzatziki gehören in jeder Taverne zum festen Repertoire – oft begleitet von Pita oder einem herzhaften Saganaki.
Auch Fleisch spielt eine Rolle, allerdings in überschaubarem Maß. Besonders beliebt sind Souvlaki, Bifteki und natürlich Gyros, die in unzähligen Variationen serviert werden. In einem Land, das vom Meer umgeben ist, steht aber vor allem Fisch im Mittelpunkt: Octopus, Shrimps oder einfach der „Catch of the Day“ prägen die Speisekarten der Küstenorte.
Zum Abschluss darf es gerne süß sein. Die Griechen lieben Desserts wie Baklava, Loukoumades oder den klassischen Joghurt mit Honig – ein perfekter Abschluss nach einem Segeltag in der Ägäis.
Einreise
Die Einreise ist für deutsche Staatsbürger mit dem Personalausweis oder Reisepass möglich. Aktuelle Informationen finden Sie beim Auswärtigen Amt.
Anreise
Flugziele sind Athen (ATH) für den Saronischen- , Argolischen Golf, Peloponnes und Kykladen, Kos (KGS) und Rhodos (RHO) im Dodekanes, Volos (VOL) und Skiathos (JSI) für die Sporaden, Korfu (CFU) und Lefkas (Preveza, PVK) für das Ionische Meer und Thessaloniki (SKG) für Chalkidiki.
Hauptreisezeit
Mai – Mitte Oktober. Einige Destinationen und Inseln sind reine Sommerreiseziele, die nur in diesen Monaten von internationalen Fluggesellschaften angeflogen werden.
Anforderungen
Skipper müssen im Besitz des amtlichen Führerscheins sein, der in ihrem Heimatland zum Befahren eines vergleichbaren Gewässers erforderlich ist. Deutsche Wassersportler benötigen daher den Sportboot Führerschein See in Verbindung mit einem Segelschein (oder höherwertig). Besonderheit: ein zweites Crewmitglied muss über Segelerfahrung verfügen.
Besonderheiten
Ankern im Hafen in der Regel mit Buganker und Achterleinen zur Pier. Kaum Moorings vorhanden. In den Stadthäfen keine oder kaum sanitäre Einrichtungen. Manchmal bieten kleine Hotels gegen kleine Gebühr “Shower for sailors”. Einschränkungen bei Landstrom und Trinkwasser. Ein zweites Crewmitglied (Co-Skipper) muss Segelerfahrung haben und nachweisen. Bitte informieren Sie sich vor Ihrem Törn anhand von Revierunterlagen über Ihr Reiseziel und die dortigen Gebiete.