Kieler Woche 2024

Der Start zur Aalregatta in der Kieler Innenförde ist Auftakt und erstes Highlight der Kieler Woche zugleich, besonders bei raumen Winden unter Spinnakern.

© Christian Beeck

Neue Ziele für die Seesegler

Vom 22. bis 30. Juni 2024 wird die Stadt Kiel wieder zur Segelhauptstadt Deutschlands und zum Treffpunkt der internationalen Spitzensegler, die sich ein letztes Mal vor den Olympischen Spielen 2024 auf dem Wasser treffen. Die Seesegler lockt nicht nur die Aalregatta nach Eckernförde zu Deutschlands größter Regattaveranstaltung, auf der Langstrecke geht es für Zweihandcrews beim Senatspreis bis nach Dänemark. Im Hafen von Schilksee sind kaum noch Spuren des verheerenden Orkans vom Oktober 2023 zu sehen, so dass die Regatten planmäßig stattfinden können.

Um für die Seeseglerinnen und Seesegler weiterhin attraktiv zu bleiben, werden die Regatten der Kieler Woche für die großen Regattayachten und Dickschiffe immer wieder erneuert und an die sich verändernden Bedürfnisse und Interessen der aktiven Teilnehmer angepasst. Dieses Jahr endet die Aalregatta, die am Sonnabend, 22. Juni 2024 den Auftakt der Kieler Woche für die Seeseegler bildet, erstmals mit dem Hafenfest beim Segelclub Eckernförde (SCE). Für die Segler heißt es, nach dem Zieldurchgang erstmals rechts in den neu gestalteten Hafen des SCE abzubiegen. Hier gibt es nicht nur den traditionellen Räucheraal für jede Crew, sondern auch zahlreiche Buden, so dass für Speisen und Getränke gesorgt ist. Schon vor der Siegerehrung soll in der Bootshalle eine zünftige Party stattfinden.

2023 war die „Halbtrocken 4.5“ von Lokalmatador Michael Berghorn bei der Aalregatta mit sehr leichten Winden und Bahnverkürzung als Erste im Ziel in Eckernförde.

© Christian Beeck

Im Programm der Kieler Woche für die Seesegler folgen dann die Wettfahrten des Kiel Cup, am Mittwoch, 26. Juni, wird der Senatspreis mit einer ambitionierten Langstrecke bis nach Dänemark als Double Handed-Regatta gestartet. Zum Abschluss lockt traditionell das „Silberne Band“ über rund 140 Seemeilen, das am Freitagabend entweder auf Bahn Alpha oder aus der Strander Bucht heraus gestartet werden soll.

Der Hafen von Kiel-Schilksee präsentiert sich nach dem verheerenden Sturm vom 20. Oktober 2023 wieder nahezu voll funktionsfähig. In einem Kraftakt der Sporthafen Kiel GmbH gelang es, die notwendigen Reparaturen in nur fünf Monaten so weit voranzutreiben, dass bereits vor dem Osterfest die Marina wiedereröffnet werden konnte. Über 1,3 Millionen Euro hat die Reparatur der Schäden bisher gekostet. Für den beispiellosen Einsatz im Interesse der Segler und des Sports wurde die Sporthafen Kiel GmbH mit dem Ehrenpreis des Kieler Yacht-Clubs ausgezeichnet. „Das Team um Geschäftsführer Philipp Mühlenhardt und Betriebsleiter Dennis Petersen hat sich mit dem schnellen Wiederaufbau außergewöhnlich um den regionalen Wassersport verdient gemacht“, sagt KYC-Takelmeister Hauke Bohnen in seiner Laudatio.

Gefeierte Siegerinnen und Sieger nach dem Silbernen Band zum Abschluss des Seesegelprogramms der Kieler Woche

© Christian Beeck

Doch obwohl die Marina in Schilksee wieder eröffnet werden konnte und das Gelände in Schilksee für die Kieler Woche nahezu uneingeschränkt genutzt werden kann, haben die Schäden an den umliegenden Häfen Auswirkungen auf das Kieler Woche Programm. Sowohl die Marina von Damp als auch der Hafen von Schleimünde werden dieses Jahr voraussichtlich nicht geöffnet, so dass beide als mögliche Etappenziele für den Senatspreis entfallen. „Wir liebäugeln mit Lyø oder Marstal in der dänischen Südsee als Alternativen“, erklärt Wettfahrtleiter Ralf Paulsen. „Dort gibt es gut geeignete Grillplätze für das Abendprogramm.“

Gestartet wird diesmal am Mittwoch um 10.30 Uhr auf der Seebahn, da die teilnehmenden Double Handed-Teams üblicherweise ohnehin nicht beim parallel zu Ende gehenden Kiel Cup mitsegeln. Die Rückregatta ist dann am Donnerstag (27. Juni) vorgesehen, wobei das Ziel noch festgelegt werden muss, nachdem auch der Kiel-Leuchtturm noch von schweren Schäden aus der Sturmnacht gezeichnet ist.

Kiels Oberbürgermeister Ulf Kämpfer (links) und Regattaorganisationsleiter Dirk Ramhorst (rechts) begrüßen Christian Kipper, Geschäftsführer der Deutschen Fernsehlotterie, als neuen, weiteren Premiumpartner in der Kieler Woche-Familie.

© Petra Nowak / penofoto.de

Neuer Premiumpartner der weltgrößten Regattawoche ist die Deutsche Fernsehlotterie, die das Segel- und Sommerfestival vor allem bei sozialen und inklusiven Projekten unterstützen wird. Zu den einzelnen Aktionen, die von der Deutschen Fernsehlotterie im Rahmen der Kieler Woche 2024 unterstützt werden, gehören Regattabegleitfahrten für Rollstuhlfahrer, Orchester in Alten- und Pflegeheimen und unter dem Titel „Musik für die Augen“ eine Simultanübersetzung ausgewählter Konzerte für Gehörlose.

Schon nach Öffnung des Meldefensters bei Manage2Sail gingen die ersten rund 300 Meldungen in den verschiedenen Bootsklassen für die Kieler Woche 2024 ein. Vor allem in den Olympischen Bootsklassen zeichnet sich ein „who is who“ der aktuellen Weltspitze ab. „Viele werden die Kieler Woche als Generalprobe für die Olympischen Segelwettbewerbe von Marseille nutzen“, so Dirk Ramhorst, „Darauf setzen wir in diesem Jahr.“

Die Regattabegleitfahrten für Rollstuhlfahrer*innen des Vereins Inklusives Segeln für Alle wird zur Kieler Woche 2024 von

dem neuen Premiumpartner Deutsche Fernsehlotterie unterstützt.

© Sven Jürgensen